Beschreibung des Wappens

Mit Genehmigungsurkunde vom 13. Oktober 1992 ist nun auch die Gemeinde Kaden berechtigt, ein eigenes Wappen zu führen. Das Wappen wurde nach dem Entwurf des Heraldigers Manfred Limbach angefertigt und historisch begründet.

Die Gemeinde bestand im früheren Mittelalter aus mehreren Orten und unterlag meist der Nassau-Diezschen Landesherrschaft. Zu dem Ort gehörte das schon 1295 erwähnte "Meiningen" von dem bis heute der Flurnamen "Unter Meiningen" erhalten ist. Die Grauesel von Weltersburg hatten hier einen Hof von Runkel zu Lehen.

In Elben (1417 Uff der Elben) einstmals ein stattliches Dorf entlang des Elbbachs hatten die Nüssel von Möllingen um 1450 Gefälle als Westerburger Lehen. Im Ortswappen erinnern die drei Schrägrechtsbalken mit drei goldenen Kugeln belegt an beide Geschlechter. Kaden (1559 zu Keuthen) bestand aus mehreren Höfen, von denen mindestens einer denen "von Brambach" gehörte. Ihr Wappen, der rote Schräglinksbalken steht im Ortswappen für Kaden, Elben und die Brambacher. An die untergegangenen Orte Beilstein und Beuningen erinnern nur alte Flurnamen.

Die Ortsteile Kaden und Elben bestehen bis heute. Der Ortsteil "Grube Anna" liegt dort, wo einst "Meiningen" war. In der Grube Anna wurde bis 1924 Braunkohle unter Tage abgebaut. Im Ortswappen steht der Braunkohleabbau für die Grube Anna - gestürzt und schräggekreuzt in Silber roter Hammer und Schlägel. Die drei Ortsteile sind auch durch die drei Schrägrechtsbalken mit den drei goldenen Kugeln symbolisiert.

Der Elbbach, der die Gemarkung in nord-südlicher Richtung durchfließt, an dem der Ort angesiedelt ist und der "Elben" seinen Namen gibt, ist als silberne Wellenleiste im roten Schräglinksbalken dargestellt.

Die Wappenfarben Rot und Silber bezeugen die Zugehörigkeit Kadens zur Kur-Trier von 1564 bis 1802. Danach kam Kaden zum Herzogtum Nassau und ab 1866 in Preußen zur Provinz Hessen-Nassau. Dafür stehen im Ortswappen die nassauischen Farben Blau und Gold.

Die enge Verbindung der drei "Triertschlandgemeinden" - Kaden und die Nachbarn Härtlingen und Kölbingen - in der Pfarrei Kölbingen-Möllingen kommt auch in den Wappen der Gemeinden zum Ausdruck, die alle die Symbole der einst hier "Uff der Elb" ansässigen niederadligen Familien enthalten.

Text: Werner Becker